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Visumsantrag, die zweite

Nach etwa einer Stunde Wartezeit wurde ich dann das erste Mal aufgerufen. Die Frau mit amerikanischem Akzent hinter der Glaswand war ebenfalls nicht sonderlich freundlich, besonders, da ich sie immerzu kleinlaut bat, sich noch einmal zu wiederholen. Irgendwie sprach sie so seltsam leise. Nachdem ich auf Nachfragen noch einige böse Blicke kassiert hatte, merkte sie, dass der Lautsprecher auf meiner Seite der Glaswand  nicht eingschaltet war. Von da an velief das Gespräch deutlich entspannter. Sie sah kurz meine Unterlagen und schickte mich ein Formular neu ausfüllen, da unser Drucker den Strichcode zu dunkel ausgedruckt hatte. Am PC-Terminal fragte ich den Rezeptionisten um Hilfe, da ich nur schwarze Monitore und Tastauren aber keine Tower zum einschalten fand. Mit unverständlichem aber unmissverständlich unfreundlichem Gemurmel schaltete er mir einfach einen Monitor ein. Kann ich ja nicht wissen, dass die PCs im Dauerbetrieb sind. Hab ich  ihm etwas getan oder frustet ihn sein Job vielleicht? Dann überraschte mich der Rezeptionist mit einer seltsamen Eigenart. Am PC stehend bekam ich mit, was bei ihm am Eingang so geredet wurde. Er schien unabhängig vom Verhalten seines Gegenübers auf Deutsch immer unfreundlich und auf Englisch immer freundlich zu antworten. Deutsche „Unhöflichkeit“ und amerikanisches Zuvorkommen in einer Person sozusagen. Zumindest  hatte er also nichts gegen mich persönlich. Nachdem ich das Formular ein zweites Mal ausgedruckt hatte, musste ich nochmal kurz warten, durfte es dann abgeben und mich wieder setzen. Nach erneuter längerer Wartezeit endlich das Interview. Jetzt bei einer anderen Frau. Das völlige Gegenteil der ersten Frau und des unfreundlichen Rezeptionisten. Sehr überschwänglich und mit einem riesigem Lächeln im Gesicht fragte sie mich, warum ich in die USA wolle. Ach, Au Pair? Warum denn gerade das? Ihre aufgedrehte fröhliche Art sprang plötzlich auf mich über und ich hörte mich ganz begeistert von „ein andere Kultur kennenlernen“ und  „Kindergartenpraktikum“ „habe immer schon gerne Kinder um mich gehabt“  und „gute Möglichkeit beides zu verbinden“ reden. Bei einer Atempause bekam ich das Gefühl schon zwei oder drei Minuten ohne Unterbrechung geredet zu haben und war plötzlich etwas peinlich berührt durch meinen ungewollten Wortwasserfall. Zumindest schien ich die Interview Frau von mir überzeugt zu haben. Sie fragte nicht mehr weiter, sondern beglückwünschte mich zu meinem Entschluss, meinte sie würde  über meinen Antrag positiv entscheiden und wünschte mir viel Spaß in meinem Jahr. Insgesamt hab ich 2 ½ Stunden in der Botschaft verbracht. Zwei Tage später kam mein Visum. Im Internet stand, es sei mit 15 Tagen Wartezeit zu rechen. Vielleicht mochte mich die Interview-Frau.

20.8.08 11:44
 


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